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„Blaue Friedensherde“ in Würselen
19. März 2026 - Die Stadtentwicklung Würselen präsentiert eine Doppelausstellung, gesponsert von der VR Bank eG und Sparkasse Aachen, im Mai: „Blaue Friedensherde“ trifft auf „Würselen 1944/45. Das Leben kehrt zurück. Reorganisation von öffentlichem und privaten Leben. Wiederaufbau.“
Am Samstag, 9. Mai, um 11 Uhr eröffnet Schirmherr Bürgermeister Roger Nießen eine besondere Ausstellung. Die sogenannte „Blaue Friedensherde“ besteht aus einer Vielzahl ultramarin blauer Schafe, geschaffen von der Künstlerin Bertamaria Reetz auf Initiative der Würselenerin Anne Katrin Voss.
„Als ich die blauen Schafe zum ersten Mal gesehen habe, war ich begeistert“, sagt Voss. „Bei meiner Recherche tauchte dann der Begriff Friedensherde auf. Ich dachte, sowas brauchen wir heute mehr denn je – auch in Würselen.“
Mit viel Engagement brachte sie das Thema voran, bis in die Würselener Stadtverwaltung und zur ARGE Würselen 1970 e. V.
Symbol für Zusammenhalt, Miteinander und Toleranz
Die „Blaue Friedensherde“ wurde erstmalig 2009 auf der 53. Biennale in Venedig vorgestellt. Sie steht als Symbol für Zusammenhalt, für ein menschliches Miteinander und eine tolerante Geisteshaltung. Seit 2012 steht das Projekt unter Schirmherrschaft des EU-Parlaments und wurde seitdem in über 200 Orten in der EU ausgestellt. Am 9. Mai, dem Europatag, kommt die Friedensherde nach Würselen, wo unter anderem zahlreiche Geschäftsleute Schafe in ihren Geschäften ausstellen werden.
Die 'Blaue Friedensherde' verbindet Kunst, Geschichte und Gemeinschaft auf eindrucksvolle Weise. Als Auftakt der Reihe 'Art and Community' stärkt sie den Zusammenhalt in Würselen und passt perfekt zum Europatag – wir freuen uns auf viele Besucher.
- das sagt Claus Nürnberg, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft, die die Ausstellung im Stadtgebiet in Zusammenarbeit mit der ARGE Würselen 1970 e.V. ermöglicht hat.
„Mich freut, dass meine Idee so viel Resonanz findet“, sagt Voss, die auch in Zukunft künstlerische Projekte unter dem Motto „ART and Community“ mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt realisieren möchte.
Kooperation mit dem städtischen Gymnasium Würselen
Auch Schülerinnen und Schüler des städtischen Gymnasiums beteiligen sich durch eigene Beiträge im Rahmen eines Schülerprojekts an diesem Kunstprojekt. In Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Würselen, dem Bardenberger Geschichtsverein und dem Heimat- und Geschichtsverein Euchen richten sie zudem auch eine historische Ausstellung ein zum Thema „Würselen 1944/45. Das Leben kehrt zurück. Reorganisation von öffentlichem und privatem Leben. Wiederaufbau.“, die als Bestandteil des Kunstprojekts anzusehen ist. Die historische Ausstellung mit Bildern und Kurztexten wird Würselen unmittelbar nach Beendigung der Kampfhandlungen des 2. Weltkriegs auf Würselen Boden (ab November 1944) zeigen und wie das Leben in einer weitestgehend zerstörten Stadt und in einem verminten, lebensbedrohlichen Umfeld zurückkehrt.
Weitere Informationen
Informationen zum Projekt und zur Ausstellung folgen auf der städtischen Website unter wuerselen.de