Über 230.000 Euro finanzielle Hilfe für Betroffene der Unwetterkatastrophe

Crowdfunding Projekt der VR-Bank eG außerordentlich erfolgreich

Stolberg/Eschweiler, 04.08.2021. Die VR-Bank eG – Region Aachen hat bereits zwei Tage nach der schrecklichen Unwetterkatastrophe in unserer Region begonnen, für Betroffene Spenden zu sammeln. Hierfür nutzte sie die Crowdfunding-Plattform auf ihrer Internetseite und startete am 16.07.2021 das Projekt „Gemeinsam schaffen wir das“.

„Unser Crowdfunding-Spendentopf wurde schnell mit 100.000 Euro aus Mitteln des Gewinnsparvereins gefüllt, damit jede eingehende Spende bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro mit Geldern aus diesem Spendentopf verdoppelt werden konnte. Dies geschah so lange, bis unsere Unterstützung von 100.000 Euro erreicht wurde“, erklärte Christof Klein, Vorstandsmitglied der VR-Bank.

„Aber auch danach ebbten die Spenden für die gute Sache nicht ab. 1.326 Spender beteiligten sich während der 16-tägigen Laufzeit an dem Hilfsprojekt. Insgesamt 230.696 Euro können wir in unserem Geschäftsgebiet den besonders schwer durch die Unwetterkatastrophe betroffenen Menschen über die jeweilige Kommune zur Verfügung stellen. Aus unserer Sicht war „Gemeinsam schaffen wir das“ ein sehr erfolgreiches Projekt, da es die Hilfsbereitschaft der Menschen zeigt“, so Christof Klein. Seinen ganz besonderen Dank adressierte er an die vielen Spenderinnen und Spender aus der StädteRegion.

 

Text zum Interview zwischen der Super Sonntag Redaktion und dem Vorstandsmitglied Christof Klein.

Wie ist die Idee für das Projekt „Gemeinsam schaffen wir das“ entstanden?

C. Klein: Die VR-Bank ist eine mit der Region eng verwurzelte Genossenschaftsbank. Für uns stand sofort fest, dass wir den betroffenen Menschen unmittelbar durch Spenden helfen werden. Durch unsere Geschäftsstellen Stolberg-Zentrum und Eschweiler-Zentrum gehören wir ebenfalls zu den Geschädigten und können die Nöte und Sorgen der Betroffenen gut nachvollziehen. Was lag daher für uns näher, als auch hier den bewährten genossenschaftlichen Gedanken „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ in die Tat umzusetzen. Unsere Crowdfunding-Plattform bietet hierfür die idealen Voraussetzungen. 1326 Spender und ein Betrag von 230.696 Euro für die Betroffenen sind der Beweis, dass es gut funktioniert hat.

Was geschieht jetzt mit dem Spendenbeträgen?

C. Klein: Wir werden den fünf besonders schwer betroffenen Kommunen - Eschweiler, Herzogenrath, Langerwehe, Stolberg und Übach-Palenberg - in unserem Geschäftsgebiet anteilig Gelder zur Verfügung stellen.  Die Verteilung an die betroffenen Menschen erfolgt dann auf kommunaler Ebene durch diejenigen, die den besten Überblick darüber haben, bei wem eine Unterstützung dringend nötig ist. Für Herzogenrath, Langerwehe und Übach-Palenberg ist jeweils ein Betrag von 23.000 Euro vorgesehen. Die Städte Stolberg und Eschweiler, wo die Unwetterkatastrophe deutlich höhere Schäden hinterlassen hat, erhalten jeweils 80.848 Euro.

Seit einiger Zeit steht das Thema Filial- oder Geschäftsstellenschließungen bei Banken hoch im Kurs. Die beiden beschädigten Geschäftsstellen in Stolberg und Eschweiler sind derzeit geschlossen. Wäre die Umweltkatastrophe nicht ein verständlicher Anlass, diese Geschäftsstellen dauerhaft zu schließen?

C. Klein: Unsere Geschäftsstellen in Eschweiler und Stolberg sind für unsere Kunden wichtige und damit hoch frequentierte Standorte, die wir in der Zukunft eher noch stärken möchten. Auch wenn die Wiederherstellung der Räumlichkeiten unter Berücksichtigung moderner Standards sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen wird, wollen wir für unsere Mitglieder und Kunden so schnell wie möglich wieder im gewohnten Umfang vor Ort sein. Bis dahin setzen wir alles daran, den Notbetrieb möglichst optimal aufrecht zu erhalten.